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Mitgliederversammlung 2018

Am Wochenende vom 5.-6. Mai war es wieder soweit – Zeit für die alljährliche Mitgliederversammlung von kulturweiter e.V. – und auch dieses Jahr war die Planung äußerst umfangreich. Vor allem sollte ein neuer Vorstand gewählt und der alte Vorstand, nach vier Jahren hervorragender Arbeit seit der Gründung des Vereins 2014, verabschiedet werden.

Der Samstag begann mit einem entspannten Brunch, mit viel selbstgebackenem Kuchen, und diente dem Kennenlernen, Wiedersehen und Austauschen. Danach begann der offizielle Teil der Mitgliederversammlung, währenddessen wir auf das Jahr, das hinter uns lag, in finanzieller und struktureller Hinsicht zurückblickten. Auch Anna Veigel, Leiterin von kulturweit, nahm an diesem Tag an der Mitgliederversammlung als Bindeglied zwischen kulturweit und kulturweiter teil. Ein großer Teil des offiziellen Parts war zudem die Wahl des neuen Vorstands. Carlo Backes, Sophie Peterson, Agnesa Schmudke, Liane Schäfer und Sophia Anders werden ab sofort den Vorstand von kulturweiter e.V. darstellen und treten somit in die Fußstapfen des alten Vorstandes (Lea Ludwig, Annabelle Wischnat, Charlotte Müller, Vera Wirtz und Sabrina Busse), der die letzten vier Jahre hervorragende Arbeit geleistet hat.

Nachdem der offizielle Teil der Versammlung beendet war und der Vorstand nun aufgeregt und voller Vorfreude auf die nächsten zwei Jahre blickt, nahm die Gruppe am Nachmittag an einer Frauen*politischen Stadtführung, organisiert von „Frauentouren“, teil. Diese ließ uns einige Plätze in Berlin, wie den Rosa-Luxemburg-Platz oder den Alexanderplatz, in neuem Licht sehen und einige weitere interessante und erschreckende Fakten über Frauen* in der Politik und Gesellschaft Berlins und Deutschlands lernen.

Ausklingen ließen viele von uns den Tag mit einem Getränk und Falafel-Teller am Rosa-Luxemburg-Platz, erschöpft vom Tag, aber voller Vorfreude auf den nächsten Morgen.

Der Sonntag war vor allem durch intensive Vereinsarbeit geprägt. In einem Open Space beschäftigten sich verschiedene Gruppen mit Themen, die den Verein nachhaltig betreffen. So überarbeitete eine Gruppe die Homepage von kulturweiter e.V. und stellte weitere Ideen zur wirksameren Öffentlichkeitsarbeit vor. Eine andere Gruppe begann mit der Arbeit an einer interaktiven „kulturweiter-Karte“, die es den Mitgliedern in Zukunft ermöglichen soll, sehen zu können, wo in Deutschland kulturweiter-Mitglieder leben, zwecks einfacherer Vernetzung.

Gut vernetzt werden ab sofort die kulturweiter-Regionalgruppen in Leipzig, die ihr Kick-off Treffen vor wenigen Tagen hatte und in Berlin, deren erstes Treffen am 31.05.2018 stattfinden wird, sein. Diese Regionalgruppen sollen als Ort zur Vernetzung und zum Austausch mit anderen Mitgliedern dienen, aber vor allem auch als Ansprechpartner und Unterstützung bei der Umsetzung verschiedener regionaler und auch überregionaler Projektideen.

Ein weiterer wichtiger Punkt der Vereinsarbeit im „Open Space“ war die Fortführung des auf dem letzten Herbstwochenende in Marburg (November 2017) gegründeten Arbeitskreises zum Thema „UNESCO und Jugendpartizipation“. Auf Initiative von Agnesa Schmudke, Vertreterin Deutschlands auf dem European UNESCO Youth Meeting 2017 und seit diesem Wochenende auch Teil des Vorstands, gründete sich diese Arbeitsgruppe. Ihr Ziel ist es, die UNESCO-Jugendbeteiligung in Deutschland in Zusammenarbeit mit der Deutschen UNESCO-Kommission (DUK) demokratischer und nachhaltiger zu gestalten. Um dieses Ziel zu erreichen, hat sich eine Gruppe kulturweiter-Mitglieder bereits am

4. Mai mit Vertretern der DUK getroffen und die Idee eines zweijährigen Mentoring-Programms für junge Menschen, die eine Verbindung zu Themen der UNESCO haben, entwickelt. Für die Ausarbeitung dieser Idee ist nun kulturweiter verantwortlich. Dies stellt für uns eine große Chance dar, fordert aber auch einiges an Hingabe. Deswegen plant die Arbeitsgruppe noch diesen Sommer einen Workshop zusammen mit Vertreter*innen von kulturweit, kulturweiter und der DUK, um die Rahmenbedingungen und Inhalte eines solchen Mentoring-Programmes auszuarbeiten, welcher für alle Interessent*innen offen sein soll.

Geschafft aber glücklich“ – so endete am Sonntagnachmittag die diesjährige Mitgliederversammlung von kulturweiter e.V. Die Vereinsarbeit hört jedoch nicht auf. Auch dieses Jahr ist der kulturweiter-Terminkalender voller aufregender Events. Als nächstes freut sich der Verein vor allem auf das Alumni-Treffen, das am 15. bis 17. Juni am Werbellinsee bei Berlin stattfinden wird, sowie auf das diesjährige Herbstwochenende, das voraussichtlich im November 2018 stattfinden soll. Weiterhin stehen einige Regionalgruppentreffen zum regionalen Vernetzen und Engagieren an und es werden hoffentlich immer mehr.

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Neuer Vorstand gewählt

Hi, wir sind der neue Vorstand!

Frisch gewählt und voller Vorfreude auf die kommenden zwei Jahre: Anfang Mai haben Annabelle, Vera, Charlotte, Lea und Sabrina ihre Posten an uns übergeben. Große Fußstapfen: die fünf haben den Verein nicht nur gegründet, sondern zu dem gemacht, was er heute ist! Mehr als 180 Mitglieder in ganz Deutschland, Mitgliederversammlungen, Herbsttreffen, kulturweiter-Space! Vielen Dank für diese tolle Arbeit!

Gemeinsam möchten wir nun die Vereinsstrukturen weiter ausbauen, die Verbindungen zu kulturweit und Deutscher UNESCO-Kommission stärken und euch natürlich weiterhin bei der Umsetzung eurer Projekte unterstützen! Bald sind wir mit individualisierten E-Mail-Adressen erreichbar und freuen uns über eure Ideen, Vorschläge und Feedback! Auch können wir es kaum erwarten noch mehr von euch beim Herbstwochenende des Vereins kennenzulernen.

Bis dahin – habt einen großartigen Sommer, seid aktiv und macht tolle Dinge!

Herzlich,

Euer kulturweiter-Vorstand

Sophie, Liane, Carlo, Sophia und Agnesa

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BNE-Seminar: Wider der Ungerechtigkeit

Menschen sind nicht gleich. Aber ihre Rechte.

„Einst durfte man nicht wagen, frei zu denken; jetzt wäre dies möglich, aber man könne nicht mehr, weil man nur noch denken wolle, was man wollen solle, und eben das würde als Freiheit empfunden” (Adorno, 1944).

Die Ablenkung vom Wesentlichen. Das Zufriedengeben mit dem Oberflächlichen. Eine Gesellschaft, die sich rationalen Automatismen hingibt: Wir wollen dem weißen Kaninchen in seinen Bau folgen und dem Schein von einer gerechten Gesellschaft auf den Grund gehen.

Tabula rasa. Stellt euch vor, ihr dürft eure eigene Gesellschaft entwerfen. Niemand weiß zuvor, welche Position er oder sie in dieser einnehmen wird. Würden in diesem Konstrukt alle Menschen in der Ausgangsposition die gleichen Chancen haben? Gleiche Bildungschancen und die gleichen Möglichkeiten zur wirtschaftlichen und sozialen Teilhabe an Prozessen und Entscheidungen? Wie ausschlaggebend sind die materiellen Ausgangsbedingungen? Wäre es eine Idee von Welt, in der der Mensch Mensch sein kann, so wie er ist und sich fühlt? Welche Pflichten und Rechte würden dem*der Einzelnen anhängen?

Ausgehend vom Sustainable Development Goal (SDG) “Reduced inequalities” setzen wir uns in diesem Aufbauseminar mit Gerechtigkeit auseinander. Neben der Idee dahinter, wollen wir uns mit unserer eigenen Beteiligung daran und mit bestehenden Mechanismen der Ungleichheit und Diskriminierung in unserer Gesellschaft beschäftigen.

Durch biografisches Arbeiten und angeleitete Selbstreflexionen wollen wir versuchen, unser Selbst in der Welt besser zu verorten. Partizipationsmöglichkeiten und Bildung werden hierbei besonders angesprochen. Des Weiteren wollen wir uns überlegen, wie wir mit bestehenden Verhältnissen in der Gesellschaft und im globalen Kontext umgehen können und welche Möglichkeiten bestehen, sich für eine gerechtere Gesellschaft aktiv einzubringen.

Metaebene trifft Individuum: Inspiriert von den Perspektiven ihrer Studiengänge schauen Lysan und Eva durch manchmal sehr ähnliche, manchmal sehr unterschiedliche Brillen auf Themen der Bildung für Nachhaltige Entwicklung. In diesem Seminar bringen sie Politikwissenschaften, Kunstgeschichte, Germanistik, Psychologie, Management und Kommunikationswissenschaften zusammen mit ihren Erfahrungen in der non-formalen, machtkritischen Bildungsarbeit. In der realen Welt (außerhalb ihrer Studien) machen sie beide die BNE-Weiterbildung von kulturweiter, in deren Kontext dieses Seminar angeboten wird.

Anmeldungen bitte an kontakt@kulturweiter.de

Datum: 1.-3. Juni 2018
Seminarort: Deutsche UNESCO-Kommission kulturweit, Hasenheide 54, 10967 Berlin
Teilnahmegebühr: 20 Euro